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Der Star-Wars-Thread
(25.12.2017, 14:15)Paul schrieb: Wenn man als Produzent/Regisseur/Autor/Firma/etc. keinen Film machen kann, der seiner Zielgruppe gefällt - egal ob absurde Anforderungen oder nicht - dann sollte man diesen Film halt nicht machen.

Aber das ist ja genau der Punkt! Der Film lässt in dieser Form doch die Kassen klingeln. "Jeder" spricht darüber, die Kinos sind gut besucht. Und ich gehe jede Wette ein, dass der Großteil der jetzt meckernden Fans sich auch den nächsten Film in der Startwoche ansieht.

Ich kann alle Fans verstehen, die ihren Nostalgie-Modus nicht abschalten können. Früher war halt alles besser. Das sagten schon Generationen vor uns und auch heute ist man in vielerlei Hinsicht etwas verklärt - denn wie du schon treffend sagtest: nüchtern betrachtet sind die ersten drei Star Wars Filme alles andere als perfekt. Sie haben halt viele Menschen emotional gepackt und es gehört mittlerweile einfach zum guten Ton, die alten Filme gut zu finden. Und die neuen zu verteufeln.

Den Abgang von Han Solo fand ich übrigens durchaus ok.
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(27.12.2017, 12:31)Marc schrieb: Aber das ist ja genau der Punkt! Der Film lässt in dieser Form doch die Kassen klingeln. "Jeder" spricht darüber, die Kinos sind gut besucht. Und ich gehe jede Wette ein, dass der Großteil der jetzt meckernden Fans sich auch den nächsten Film in der Startwoche ansieht.

Bei Star Trek hat's auch bis zum dritten Film gedauert bis die Zuschauer begriffen haben dass das Reboot Müll ist.
Wenn man so drüber nachdenkt ergibt das sogar Sinn: In den ersten Film sind die Fans gegangen weil sie ausgehungert waren, nachdem lange Zeit kein Star Trek mehr rausgekommen ist. (JarJarTrek war 2009, Nemesis war 2002, und der letzte gute Star Trek Film liegt sogar noch länger zurück). In den zweiten Film sind die Fans gegangen weil sie sich eingeredet haben das Reboot wäre gut, um sich nicht über das herausgeworfene Geld zu grämen. (Phase 1 des Kübler-Ross-Zyklus, das ist übrigens auch derselbe Grund warum Leute mehrfach in die Star Wars Prequels gegangen sind, um sich selber zu überzeugen dass die Filme gut sindwas taugen.) Aber bis zum dritten Film hält die Flitterwochen-Phase üblicherweise nicht.
Ob das bei Disney Wars genauso sein wird? Weiß ich nicht. Ist mir letztendlich auch egal.
Was ich allerdings sagen kann ist dass ich gestern auf ner Silvester-Party war mit ~40 Leuten. Ca die Hälfte davon hat TLJ gesehen (was prozentual ohnehin schon weit weniger ist als noch beim Vorgänger). Und jeder einzelne davon hat der anderen Hälfte dringlichst abgeraten sich den Film anzusehen (und einige davon gingen sogar so weit zu sagen, man solle sich gar keine Disney Wars Filme mehr ansehen). Ich möchte nochmal anmerken dass kein einziger davon ein Star Wars Fan ist wie meine Wenigkeit, keiner hat auch nur je einen Comic gelesen, geschweige denn einen Roman. Das ist eine Stichprobe aus Ottonormal-Popcornkino-Gängern.
Auf die finanzielle Diskussion möchte ich mich noch nicht einlassen bis etwas mehr Zeit vergangen ist. Momentan hat der Film noch halb so viel wie sein Vorgänger eingenommen, allerdings sind auch gerade erst zwei Wochen vorbei und er läuft noch in den Kinos.


(27.12.2017, 12:31)Marc schrieb: Sie haben halt viele Menschen emotional gepackt und es gehört mittlerweile einfach zum guten Ton, die alten Filme gut zu finden. Und die neuen zu verteufeln.

Das ist eine sehr miese Einstellung zu Sequels im Allgemeinen. Sie spricht alle Fortsetzungen von jeglicher Schuld und Verpflichtung ein qualitativ hochwertiges Produkt abzuliefern frei, weil man ohnehin dieselbe Reaktion ernten wird: "Scheiß drauf, wir müssen uns keine Mühe geben, die Fanboys werfen uns eh Geld in den Rachen und den Rest können wir auch mit einem guten Produkt nicht umstimmen".
Die Star Wars Prequels haben nicht schlechte Bewertungen bekommen weil sie "die Neuen" waren, sondern weil sie einfach schlechte Filme waren. Und das sage ich als jemand der die Comic-Adaptionen geliebt hat und sich sehr auf die Lektüre der Romane freut. Aber ich erkenne mieses Schauspiel (*hust*Hayden Christensen*hust*) und schlechte Regie wenn ich sie sehe. Und vielleicht, nur vielleicht gilt dasselbe für Disney Wars.
Abgesehen davon gibt es ohnehin für jeden grundlosen Hater einen Fanboy der neue Releases (egal welchen Franchises) als die Beste Erfindung seit geschnittenem Brot verteidigt. Zumindest bis zur nächsten Fortsetzung, dann heißt es immer "Ja, stimmt schon, der letzte [Star Trek/Star Wars/Marvel/Halo/Call of Duty/etc.] war doch nicht so gut, aber der aktuelle Teil ist grandios!" Und ein paar Jahre später wiederholt sich das Spielchen dann wieder. Ich will damit nur sagen, im Durchschnitt gleicht sich das mMn aus, und die allgemeine Kundenreaktion widerspiegelt zumindest meistens auch die tatsächliche Qualität eines Produkts.

(27.12.2017, 12:31)Marc schrieb: Den Abgang von Han Solo fand ich übrigens durchaus ok.

Nur um das klarzustellen: Auf den vorangegangenen Seiten habe ich nicht von Han Solo gesprochen...

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Um mal zur Abwechslung etwas Positives hier beizutragen: Hier ist die komplette Thrawn Trilogie als Hörspiel auf YouTube.
Es sind insgesamt 14 Stunden und bis auf Leia haben sie alle originalen Synchronsprecher bekommen, und selbstverständliche auch die Soundeffekte und Musik. Näher werden wir den echten Episoden 7, 8 und 9 wohl nie kommen.
Ich hab mir vor Jahren die Komplettbox gekauft und ermutige jeden dem die Story gefällt sie sich auch im Original nach Hause zu holen, da ein YouTube Upload vermutlich weniger von Lucasfilm gutgeheißen wird.
Im Moment reichts mir aber etwas Publicity für das originale Star Wars und die ursprüngliche Fortsetzung der Trilogie zu machen.
Viel Spaß damit.






PS: Auch wenn das Hörspiel von 2013/2014 ist, wurden die Romanvorlagen in den frühen 90ern geschrieben, also lange vor der Prequel Trilogie. Zu diesem Zeitpunkt war noch kaum etwas über den Aufstieg des Imperiums und die Klonkriege bekannt. Versucht mal so viele Widersprüche wie möglich zu finden. Nuts

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(01.01.2018, 14:28)Paul schrieb: Bei Star Trek hat's auch bis zum dritten Film gedauert bis die Zuschauer begriffen haben dass das Reboot Müll ist.

Weiß nicht, ob man Star Wars hier mit Star Trek vergleichen kann. Schaue ich mir ein beliebiges Standbild vom neuen Star Wars an - Ausstattung, Charakter, was auch immer -, dann erkenne ich da Star Wars. Bei den neuen Star Trek Filmen erkenne ich dagegen überhaupt nichts vom früheren Charme. Stattdessen Milchgesichter in - immerhin - bekannten Uniformen und überall Lens-Flare.

(01.01.2018, 14:28)Paul schrieb:
(27.12.2017, 12:31)Marc schrieb: Sie haben halt viele Menschen emotional gepackt und es gehört mittlerweile einfach zum guten Ton, die alten Filme gut zu finden. Und die neuen zu verteufeln.

Das ist eine sehr miese Einstellung zu Sequels im Allgemeinen. Sie spricht alle Fortsetzungen von jeglicher Schuld und Verpflichtung ein qualitativ hochwertiges Produkt abzuliefern frei, weil man ohnehin dieselbe Reaktion ernten wird: "Scheiß drauf, wir müssen uns keine Mühe geben, die Fanboys werfen uns eh Geld in den Rachen und den Rest können wir auch mit einem guten Produkt nicht umstimmen".

Leider ist es oft so, wenn da nicht ein alteingesessenes Team bzw. zumindest ein Regisseur mit Verantwortungsbewusstsein dahintersteht. Gut finde ich das natürlich auch nicht, aber Disney & Co. machen keine Filme für Fans, sondern Umsätze für Aktionäre. Und solange man mit dem Mainstream mehr Geld verdienen kann als mit den Nerds, wird sich daran auch nicht viel ändern.

(01.01.2018, 14:28)Paul schrieb:
(27.12.2017, 12:31)Marc schrieb: Den Abgang von Han Solo fand ich übrigens durchaus ok.

Nur um das klarzustellen: Auf den vorangegangenen Seiten habe ich nicht von Han Solo gesprochen...

War mehr auf makethegullasch bezogen, der Han Solo explizit erwähnt hat ("Abrissbirne in die Weichteile, vor allem durch den tot von han solo"). Aber auch du hattest ja von Lieblings-Charakteren gesprochen, die plötzlich verheizt und abgeschlachtet werden.
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Unter dem Strich ist es doch immer die gleiche Story, sobald es um viel Geld geht verdirbt selbst die beste Idee.
Das sehen wir doch überall sei es in Filmen, Videospielen usw.

Am Anfang steht eine Visionäre Idee und es ist viel Kreativität und Leidenschaft am Werk, dann irgendwann kommen die Investoren die befriedigt werden müssen, spätestens ab da fängt dann alles an zu bröckeln, weil am ende zählt immer nur die verdammte Kohle.
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(02.01.2018, 13:40)Marc schrieb:
(01.01.2018, 14:28)Paul schrieb:
(27.12.2017, 12:31)Marc schrieb: Sie haben halt viele Menschen emotional gepackt und es gehört mittlerweile einfach zum guten Ton, die alten Filme gut zu finden. Und die neuen zu verteufeln.

Das ist eine sehr miese Einstellung zu Sequels im Allgemeinen. Sie spricht alle Fortsetzungen von jeglicher Schuld und Verpflichtung ein qualitativ hochwertiges Produkt abzuliefern frei, weil man ohnehin dieselbe Reaktion ernten wird: "Scheiß drauf, wir müssen uns keine Mühe geben, die Fanboys werfen uns eh Geld in den Rachen und den Rest können wir auch mit einem guten Produkt nicht umstimmen".

Leider ist es oft so, wenn da nicht ein alteingesessenes Team bzw. zumindest ein Regisseur mit Verantwortungsbewusstsein dahintersteht. Gut finde ich das natürlich auch nicht, aber Disney & Co. machen keine Filme für Fans, sondern Umsätze für Aktionäre. Und solange man mit dem Mainstream mehr Geld verdienen kann als mit den Nerds, wird sich daran auch nicht viel ändern.

Aber darum ging's mir doch gar nicht. Deine Aussage hörte sich so an, als wären die Filme für die miese Publicity nicht selber verantwortlich, sondern das sei einfach die "Standardreaktion" auf jeden neuen Star Wars Film. Man kann aber durchaus einen Kassenschlager machen (oder wie du es ausdrückst, "für die Aktionäre") der nicht unter aller Sau ist. Ich hab selber einige davon hier auf XBA reviewt, z.B. Mission Impossible 4.

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Doch, natürlich sind die Filme bzw. die Macher verantwortlich für die Publicity. Ich wollte mit dem ursprünglichen Beitrag nur sagen, dass man es den Fans immer schwerer recht machen kann, je größer das Franchise ist. Fans sind gewissermaßen sehr konservativ. Bringt man was Neues: schlecht. Bringt man nichts Neues: langweilig. Das entschuldig sicherlich keine mittelmäßigen Filme, aber letztendlich ist das ganze ein Balanceakt.

Ich habe letztens mit einem Bekannten gesprochen, der sich den Film angeschaut hat. Vorkenntnisse: kaum vorhanden. Hatte mal irgendwann "früher" ein oder zwei der Originalfilme gesehen. Mehr nicht. Er fand den Film unterhaltsam, was auch daran gelegen hat, dass der Film für den Mainstream optimiert ist und man im Grunde keinerlei Wissen mitbringen muss.

Mal davon abgesehen, dass der Film auch als Mainstream-Blockbuster anscheinend einige Mängel aufweist: Ich persönlich glaube, dass man mit so etwas letztendlich theoretisch mehr Zuschauer erreicht, als wenn man einen Film für Hardcore-Fans produzieren würde. Dass das den Fans nicht schmeckt, ist klar. Aber nüchtern betrachtet kann ich so manche Disney-Entscheidung aus Unternehmenssicht durchaus nachvollziehen - auch wenn mir davon selber auch vieles nicht gefällt.
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Angeblich könnte EA die Star Wars Lizenz verlieren. Ubisoft und Activision stehen in den Startlöchern...

http://www.xboxaktuell.de/news,id15254,d...ision.html
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Vom Regen in die Traufe... Stoned

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Habe ich auch gedacht... ^^
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