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Welches Game habt ihr als letztes durchgezockt und wie gefiel es euch?
(22.07.2014, 02:36)Brutetal schrieb: Mass Effect 3

Ein gutes Spiel, immer wieder spassig.

Auch wenns mich manchmal ankotzt dass die Entscheidungen nicht die Auswirkungen hatten wie versprochen. Trotzdem - gameplaytechnisch gibts nix zu motzen, insbesondere die Charakterentwicklungen gefallen mir.

Und das letzte Level in London... meine Fresse. Das wird wieder lustig dass beim 2. Durchgang auf Wahnsinn. Da haben sie es echt übertrieben. Die Rohlinge gingen ja noch, aber zsammen mit den Banshees isses echt die Härte.



Mass Effect

Der Klassiker und Beginn der Reihe.

Klasse Story natürlich, absolute Badassigkeit von Shepard - ich liebe es.

Einzig gameplaytechnisch durchwachsen. Was hat Bioware gesoffen um den Mako zu entwickeln? Das Teil fährt sich wie ein betrunkener, zugedröhnter Elch auf Rollschuhen aus Schwämmen... und die Planeten sehen alle gleich leer aus. Hügel, Berg, Ebene und paar Trümmer. Oder Fertighäuser/Bunker, die wohl nur von einem einzigen Fabrikanten produziert werden.

Abgesehen davon, naja vielleicht noch die "glitchbaren" Waffen. Mit den richtigen Mods bringt mans hin dass die Waffe nicht mehr überhitzt und keine Präzision einbüsst. Ist zwar legit, macht aber irgendwo den Sinn der Waffen und Mods nichtig.



Und als nächstes steht Teil 2 und dann nochmal 3 D

Habe es gerade auf Wahnsinn durch und war auch erneut voll eingetaucht. Das Spiel macht einfach immer unheimlich Spaß, erst recht mit dem Citadel-DLC.
Ehrlich gesagt war es auf Wahnsinn doch einfacher als gedacht. Hatte auch Panik vor dem letztenLevel, den dann aber nach 5 Versuchen gepackt. Kann den Infiltratrator empfehlen. Wenn gar nichts mehr geht flüchtet man einfach unsichtbar ;-)
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Infamous Second Son auf gut und böse.
Das Spiel sieht nicht nur klasse aus es spielt sich auch sehr gut und hat ne durchaus gute story, einziger Kritikpunkt die kurze Spielzeit, Platin war nach 3 Tagen meine Smile

9/10
Signatur im Pre Alpha Status!
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Super Mario Advance 3: Yoshis Island

Noch so eins der Spiele die ich nur bei Kumpels angespielt habe als sie aktuell waren, weil ich keinen SNES hatte. Angeblich ist das der beste Platformer auf der Konsole, und das ist schonmal eine Aussage der ich vehement widerspreche, weil ich Super Mario World durchgespielt hab. Im Gegenteil, ich find Yoshi's Island ziemlich Scheiße und ich verstehe das viele Lob nicht, welches das Spiel bekommt.

Die Levels sind großteils extrem unübersichtlich, dazu kommen noch unverwundbare Gegner, viel zu viele Abgründe, Autoscrolling, und das alles teilweise auf einmal. Am Schlimmsten ist das "Health-System", man kann zwar so viele Hits kassieren wie man will, aber danach muss man innerhalb von 10 Sekunden dieses Rotzgör von Mario wieder einfangen der sich immer gerne in Stellen verfängt wo man als Spieler nicht hinkommen kann, wenn er nicht gleich von Toadies gekidnappt wird. Und dieses grauenvolle Gekreische was nicht aufhören will, meine Fresse, da bluten mir die Ohren, ich hab das Gros des Spiels ohne Ton spielen müssen, weil ichs sonst nicht ausgehalten hätte. Dazu kommt noch, wird man getroffen kann man sich für ca 2 bis 5 Sekunden nicht bewegen. Klingt erstmal nicht so schlimm, aber man hat gleichzeitig noch diesen 10-Sekunden-Countdown um Mario zu fangen, und wenn man währenddessen noch in einem Autoscrolling Level oder in der Nähe eines Abgrundes ist, wie beispielsweise in 75% des Spiels, dann ist man am Arsch. Die meisten Transformationen lassen sich erst gar nicht richtig lenken, wie dieser komische Maulwurf. Außerdem könnte ich schwören dass die Steuerung immer wieder mal Tasten nicht erkennt weil ich unzählige Male draufgegangen bin weil sich Yoshi geweigert hat zu springen obwohl ich auf die A-Taste gehämmert habe. (Nein, die Taste ist nicht kaputt, in allen anderen Spielen funktioniert sie.) Die Grafik wurde auch seinerzeit hoch gepriesen, weil sie Mode7 für Rotationen und dem Vergrößern/Verkleinern von Sprites verwendet haben, aber wenn man mich fragt sieht das alles ziemlich Kacke aus und es gibt nen Grund warum sowas danach nie wieder gemacht wurde. Es gibt einfach keine Ästhetik in einem 10x10-Pixel-Sprite das den ganzen Bildschirm einnimmt.

Der Text hätte eigentlich fast in den Frustablassthread gepasst, weil ich mit dem Spiel praktisch nichts als Frust hatte, und die Länge des Rants bezeugt das. Das einzig Gute was ich über das Spiel sagen kann ist dass es kein Zeitlimit innerhalb der einzelnen Leveln gibt, sonst wäre das Spiel noch unfairer geworden. Auch das ist mal wieder einer dieser Fälle wo ich nicht sagen kann ob der Port den ich gespielt habe einfach nur Scheiße war, ob das Spiel schlecht gealtert ist oder ob mir die rosa Nostalgie-Brille gefehlt hat, aber die Version die ich durchgespielt habe war bestenfalls mittelmäßg und wird von mir vermutlich nie wieder angerührt werden, dafür hab ich hier zu viele bessere Platformer rumliegen.

5/10

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Ich war mir grad ehrlich nicht sicher ob ich das hierher packen soll oder in den Frustablassthread.

Ich hab grad eben Super Mario 3D Land durchgespielt. Sobald man alle Level mit Mario und Luigi durchgespielt hat und alle Collectibles gefunden hat sollten angeblich 5 Glänzende Sterne auf meiner Save File auftauchen.
Naja, 5 Sterne hab ich. Die glänzen aber nicht. Ich hab erstmal irritiert gegooglet und dann rausgefunden dass wenn man 5mal hintereinander in einem Level stirbt kriegt man nen goldenen Tanooki Suit der einen Unverwundbar macht. Ich wusste das nicht, ich hab das Item nichtmal gesehen, geschweige denn benutzt, aber einfach nur weil ich ein paar Mal zu oft gestorben bin kann ich keine 100% mehr erspielen. Pisst mich an.

Abgesehen davon ist das aber ein tolles Spiel. Das Platforming macht sehr viel Spaß und sowohl Gegner als auch Power-Ups sind kreativ und sehr cool. Die Level sind auch sehr abwechslungsreich und meistens extrem gut designt. Die Special Levels (Post-Game Content) sind teilweise sogar ziemlich tricky. Im Endeffekt ist das ein Super Mario 64 ohne dass man permanent selber die Kamera nachjustieren muss. Dadurch kommt aber das einzige Problem, dass das Spiel die Perspektive Resident-Evil-Style selber wählt, und nicht selten wird irgendwas wichtiges verdeckt oder man kann Entfernungen nicht mehr einschätzen. Zum Beispiel im allerletzten hidden Level des Spiels, das eins der schlimmsten Jump'n'Run-Levels meines Lebens ist, weil man Punktgenau über Abgründe springen muss, aber die Kamera schaut von oben runter, also kann man die Sprunghöhre nicht einschätzen.

Abgesehen davon aber der zweitbeste Platformer auf dem 3DS (nach Kirby) und vielleicht spiel ich nochmal auf einer neuen File wenn sich mein Hass gelegt hat^^

8/10

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Ich hatte jetz Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes durchgespielt. Naja, "durchgespielt" is zu viel gesagt, die Hauptmission hab ich beendet und noch eine Nebenmission. Und, so richtig glücklich bin ich nicht damit.

Ein gutes Schleich-Feeling is durchaus vorhanden. Die Gegner sind sehr aufmerksam und gehen Geräuschen oder Sichtkontakt intensiv nach. Das 'Gegner in den Schwitzkasten nehmen' um ihn zu verhören usw. hat mich ein bisschen an Splinter Cell erinnert. Aber z.B. mit der Steuerung bin ich unzufrieden. Wirklich zurechtkommen tu ich damit nicht. Das automatische 'an Wände lehnen' oder 'in Deckung gehen' klappt mehr schlecht als recht. Irgendwie muss ich da krampfhaft noch ewig mit dem Stick nachjustieren, bis der dann wirklich mal die Position hat, so wie ich sie gern hätte. Ein wirklich langsames Verlassen der Deckung is kaum möglich, weil der übertrieben gesagt wie Kaugummi dort dranklebt.

Das Speichersystem des Spiels gibt mir manchmal auch Rätsel auf. Es gibt Checkpoints. Ums mal an einem Beispiel aus der Nebenmission zu verdeutlichen. Nachdem ich eine Zielperson eliminiert habe, speichert das Spiel sofort! Gut, danach will ich das Gebiet verlassen, bin jedoch unaufmerksam und werde entdeckt. Ich lade sofort den Kontrollpunkt, das Spiel setzt mich aber nicht an der Stelle ab, wo ich die Zielperson eliminiert habe, sondern an einer Position, an der ich noch nie zuvor war. Die Stelle wo mich das Spiel abgesetzt hat, kommt theoretisch erst ein ganzes Stück später. Das Spiel denkt sozusagen im Voraus für mich mit, wo ich als nächstes hinzugehen habe Stoned Das war zumindest mein Eindruck.

Zum Spiel direkt: Die Hauptmission "Ground Zeroes" fand ich ganz gut, aber eben zu kurz. Eine Nebenmission hab ich wie gesagt noch gemacht, danach hatte ich aber keine so rechte Lust mehr. Bei einer musste man dann noch irgendwie vom Hubschrauber aus auf Feinde feuern um irgendnen Kontaktmann am Boden zu schützen. Die hab ich bei Zeiten abgebrochen, weil ich keine Lust auf sowas hatte. Und überhaupt hab ich mich gefragt, warum man die Energie und Reserven, die man in die Nebenmissionen gesteckt hat, nicht in die Hauptmission hat einfließen lassen. Das Spiel wirkt dadurch zerklüftet. Des Weiteren haben mich in den Missionen die ewigen Funksprüche genervt.

Werd das Ding wohl verkaufen und Phantom Pain hat bei mir auch erst mal ganz schlechte Karten.
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Ich hab mich letztes Jahr nicht nur durch ein sondern gleich durch zwei verschiedene Handheld-Franchises gearbeitet, die deutlich länger gedauert haben als erwartet. Ursprünglich war geplant dass ich zu jedem Spiel ein wenig was sage, aber nachdem die meisten Games aufeinander aufbauen ist doch mal wieder alles anders gekommen als geplant...

Jedenfalls, für alle die mutig genug sind um sich den Text tatsächlich anzutun, präsentiere ich hier die Ace Attorney Reihe sowie die Professor Layton (Prequel) Games.



Die Ace Attorney Serie ist eine Reihe von Videospielen des Visual Novel Genres. Sehr textlastig und mit wenig spielerischem Input kann man sie am ehesten noch mit Point-and-Click-Adventures vergleichen. Die Story folgt einer Reihe von Anwälten (Phoenix Wright, Apollo Justice, Miles Edgeworth, etc) in ihrem Bestreben Morde und andere Verbrechen aufzuklären, von der Beweissuche am Tatort bis hin zu heftigen Wortgefechten im Verhandlungssaal. Dabei treffen die Protagonisten auf allerhand seltsame und verdächtige Gestalten und in typischer Kimi-manier weiß man meist bis kurz vor Schluss nicht was wirklich vorgefallen und wer der Täter ist. Das Gameplay ähnelt am ehesten noch L.A. Noire, aber die Figuren und der Humor sind typisch japanisch und damit erinnern die Szenarien sehr stark den Detektiv-Conan-Stories. Wem also eines von beiden gefallen hat wird sich hier vermutlich wohl fühlen...

Phoenix Wright - Ace Attorney (NDS)

Spoiler:
Der erste Teil der Reihe führt praktisch das Grundgerüst der Spiele ein, auf dem spätere Releases aufbauen. Immer abwechselnd untersucht man in dem einen Kapitel die Tatorte und redet mit den verschiedenen NPCs, während man im folgenden Kapitel der Gerichtsverhandlung beiwohnt, wo die Aussagen der Anklage und Augenzeugen durch Beweise und manchmal Bluffs auseinander gepflückt werden. Nachdenken ist hier ein muss, denn wenn man zu oft falsche Beweise vorlegt oder wahre Aussagen anzweifelt wird der Angeklagte schnurstracks verurteilt. Die Story ist recht nett und die Hauptfiguren sind vielschichtig und man erfährt immer Stückchenweise mehr über sie, und nicht jeder der anfangs wie der Bad Guy ausgesehen hat bleibt es zum Schluss auch... und umgekehrt. Nur komisch dass nach dem Tutorial bereits der erste Protagonist abgemurkst wird und erwartet wird dass der Spieler bereits eine hinreichende Bindung aufgebaut hat. Abgesehen davon ist das Spiel solide, aber auch leicht monoton.

7/10

Phoenix Wright - Ace Attorney - Justice for All (NDS)

Spoiler:
Meiner Meinung nach der beste Teil der Reihe, zumindest von der Story her. Das erste (und bislang einzige Spiel) in dem ein Mandant den man verteidigt gar nicht unschuldig ist, und außerdem das erste Spiel in dem man eine Verhandlung verliert, was auch von der Story so vorgesehen ist. Da man die meisten Charaktere schon kennt und einige davon nun auch selber in Gefahr kommen fühlt man sich viel mehr investiert. Und viele der neuen Charaktere wissen auch zu überzeugen und bleiben langfristig dem Franchise erhalten (obwohl es auch einige Nervtöter gibt die man nicht mehr loswird). Das einzige Problem ist dass der Vorgänger für den NDS-Port eine Bonus-Story spendiert bekommen hat die dem Anfang dieses Spiels teilweise widerspricht. Auf der Gameplay-Seite sind Psyche-Locks dazugekommen, symbolische Schlösser in Gesprächen mit lügenden NPCs die man erst mit Beweisen aufschließen muss, bevor diese die Wahrheit rausrücken. Das lockert zumindest das monotone Absuchen der Tatorte etwas auf, aber am Gameplay der Verhandlungen hat sich nichts geändert.

9/10

Phoenix Wright - Ace Attorney - Trials and Tribulations (NDS)

Spoiler:
Ich versuch mich mal kurz zu fassen: Auf der Gameplay-Seite hat sich rein gar nichts im Vergleich zum Vorgänger getan. Die Psyche-Locks sind erhalten geblieben, ansonsten läuft der Rest nach Schema F: In einem Kapitel findet man vor Ort Beweise die man im nächsten Kapitel vor Gericht verwendet. Grafik-technisch ist das schon das dritte Spiel das großteils dieselben Figuren-Modelle (und übrigens auch Sounds und Melodien) verwendet, was anfängt langweilig zu werden. Die Handlung versucht alle drei Teile der Reihe zu einer großen übergreifenden Story zu verknüpfen, was zwar auch gelingt, aber dadurch versteht man nur noch etwas, wenn man die Vorgänger gespielt hat. Dadurch bietet sich aber an alle drei Spiele in der iOS-Collection oder das kommende Remake für 3DS anzuschaffen.

7/10

Miles Edgeworth - Ace Attorney Investigations (NDS)

Spoiler:
Das erste Spinoff der Reihe. Die große Änderung im Vergleich zu den anderen Spielen ist dass man den Protagonisten diesmal an Tatorten steuern kann und sich Untersuchungen und Streitgespräche (denn da man die Investigation nachspielt kommen keine Gerichtsverhandlungen vor) häufiger abwechseln, damit man nicht zu lange dasselbe macht. Neu dazu gekommen ist in diesem Fall die Logische Kombination, bei der man im Verlauf eines Falles Informationen bekommt die man kombinieren bringen muss, bevor man neue Beweise erhält, beispielsweise muss man einen Tintenfleck mit dem Füller einer unbeteiligten Person in Verbindung bringen um einen neuen Verdächtigen zu haben. Etwas schwer zu erklären wenn man es nicht sieht. Die Story ist aber sehr gut und alle Fälle gehören zu einer großen Storyline um einen Schmugglerring die am Schluss fulminant aufgelöst wird. Meiner Meinung nach der zweitbeste Teil, möglicherweise en par mit "Justice for All". Nur frage ich mich wie es möglich ist, dass es in demselben Univerum Armbanduhr-große Geräte gibt die einen kompletten Raum holografisch rekonstriueren können, aber gleichzeitig noch VHS-Kasetten für Videoaufnahmen verwendet werden.

9/10

Miles Edgeworth - Ace Attorney Investigations - Prosecutor's Path (NDS)

Spoiler:
Der zweite Teil der Spin-Off-Reihe. Wurde niemals außerhalb Japans veröffentlicht, aber es gibt *hüstel* Mittel und Wege an eine Fan-Translation zu kommen. Im Endeffekt dasselbe Gameplay wie der Vorgänger mit einer Handlung die auf der Schmugglerring-Story aufbaut ohne sie aber wirklich fortzusetzen - wenn das irgendwie Sinn ergibt. Das obligatorische neue Gameplay-Element ist das Logik-Schach, in dem man sich ein Wortgefecht mit einem NPC liefert und anhand seiner Worte, Mimik und Gestik aussuchen muss, welche von mehreren Antworten man gibt, um ihn auszutricksen und neue Informationen zu entlocken die man dann als Druckmittel weiterverwenden kann. Auch das ist recht schwer zu beschreiben ohne es zu zeigen. Abgesehen davon wirkt es wie der schwächere der beiden Spin-Offs. Die neuen Charaktere sind grandios (ich hab mich sogar fast in Justine Courtney verliebt) und die Musik ist herausragend, beides besser als in allen anderen Teilen des Ace-Attourney-Franchises... aber die Story schwächelt zu sehr. Es sind erstmal vier einzelne Fälle die praktisch nichts miteinander zu tun haben, bevor der fünfte Fall alle zusammenbringt. Aber die Auflösung wirkt gestellt und erzwungen und ist gelinde gesagt nicht sonderlich zufriedenstellend.

8/10

Apollo Justice - Ace Attorney (NDS)

Spoiler:
Scheinbar hat man hier ein halbes Reboot versucht, denn neben einem neuen Protagonisten hat Teil 4 der Hauptreihe einen vollkommen neuen Cast an Charakteren bekommen, was zum Problem wird, weil dadurch der Wiedererkennungswert fehlt und da die Ersatz-Charaktere großteils nicht sonderlich gut sind hat das Spiel auch ein sehr unsympathisches Feeling das nicht zu Ace Attorney passt. Einer der wenigen Figuren die übernommen wurden war Phoenix Wright, der plötzlich kein Anwalt mehr ist und eine Tocher hat die er rein vom Altersunterschied nicht haben kann. Letzendlich wird das in der Story geklärt, aber es zieht sich wie Gummi bis es soweit ist. Da hilft es auch nicht dass zum ersten Mal FMV-Cutscenes verwendet werden, auf die das Team so stolz zu sein scheint, dass es sie mehrfach wiederholt(!) bis man sie als Spieler nicht mehr sehen kann. Inzwischen kann man Zeugen beobachten wenn man keine Beweise hat, um Lügen aufzudecken indem man nervöse Ticks oder Schweißperlen bei bestimmten Aussagen bemerkt. Aber selbst wenn man mit Guide(!) weiß wonach man sucht, ist es verdammt schwer sie zu sehen. Damit ist das Spiel einfach zu schwierig und die Handlung und die Charaktere können den Spieler nicht fesseln. Da kann das Gameplay noch so solide sein.

5/10

Phoenix Wright - Ace Attorney - Dual Destinies (3DS)

Spoiler:
Ich bin wirklich gespalten was ich hier schreiben soll. Ich hatte nur mäßig Spaß mit dem Spiel, aber rückblickend kann ich mir nicht erklären warum. Das Spiel behält die guten Sachen des Franchises (Dialog-Duelle, Psyche-Locks, Cutscenes, diesmal sogar mit Sprachausgabe), macht die schlechten Sachen besser (Nervositäten suchen ist deutlich intuitiver geworden, Beweise finden wurde gestreamlined, man muss nicht mehr jeden einzelnen Raum abklicken sondern nur noch die Tatorte, kann die Kamera drehen und bekommt sogar angezeigt was sich anklicken lässt und was nicht), und sogar das neue Mood-System, bei dem man die Emotionen von Zeugenaussagen auf Ungereimtheiten untersuchen muss ist nicht schlecht, wenn auch überflüssig. Aber viele Kleinigkeiten machen Ärger: Die Texte scrollen zu langsam, die 3D-Effekte sind zwar solide, aber gelegentlich ist der Tiefeneffekt zu gering und man denkt man schaut auf eine kleine Bühne statt eine riesige Straße und die Modelle der Figuren sind überflüssig, nachdem sie oftmals trotzdem nur Standbilder sind, da hätte man auch gleich Sprites nehmen können. Dazu kommen noch Rechtschreibfehler in den Texten und - ich konnte es kaum glauben - Ladezeiten! Man schaut wiederholt auf eine Sanduhr wenn die Location wechselt, was bei einem Spiel das mit Rückblenden arbeitet recht oft vorkommt. Oh, und die neuen Stimmen für die Charaktere sind grauenvoll. (Der 34 Jahre alte Miles Edgeworth klingt als wäre er ein Rentner.) Aber letztendlich läuft es darauf raus dass die Story mau ist. Obwohl der letzte Fall extrem gut geschrieben und immersiv ist, aber der Weg dahin ist einfach zu lang, langwierig und langweilig. Es macht's auch nicht besser dass die letzte Story bereits Anfang des Spiels geteased wird, aber man erst nach ~20 Stunden da hin kommt.

7/10



Im selben Zeitraum hab ich auch die Prequel-Trilogie von Professor Layton gespielt, den ersten kannte ich zwar schon, aber damit hatte ich alle drei Stories (vier wenn man den Film dazuzählt) am Stück. Kurz zu Erklärung für die, die nicht vertraut sind: Die Layton-Reihe sind Puzzelsammlungen mit meistens einer exzellenten Story, bei der die Hauptcharaktere irgendein Mysterium aufdecken müssen und dabei mit NPCs interagieren, die immer einen Vorwand finden um ein Rätsel zu stellen. Das kann gelegentlich zu sehr befremdlichen Situationen führen wenn man die Story zu ernst nimmt, wenn beispielsweise eine Figur mir eine Matheaufgabe stellt während wir in Lebensgefahr sind. Ich kann vollkommen verstehen wenn Leute damit nicht klarkommen, aber das ist nunmal die Prämisse der Reihe, und ich versuche die Spiele an dem zu messen was sie sein wollen.

Professor Layton and the Last Specter (NDS)

Spoiler:
In diesem Spiel wird geklärt wie Layton seinen langjährigen Schüler Luke findet, als er ein Phantom untersucht das die Stadt Misthallery nachts in Schutt und Asche legt. Da dies eigentlich das vierte Spiel auf dem DS ist haben sie inzwischen alles was stark an der Reihe war perfektioniert: Die Bedienung, die Zwischensequenzen, die (handgezeichneten) Charaktermodelle, etc. Wie auch schon standard für Layton ist die Story todtraurig und gegen Ende musste ich mir die Tränen verkneifen, auch wenn man leicht das Gefühl hat, das wäre erzwungen worden. (Spoiler: Ein Charakter stirbt am Ende grundlos und ohne dass es Vorzeichen gegeben hätte.) Aber was leider diesmal etwas suboptimal ausgeartet ist, ist das "Gameplay" aka die Rätsel. Großteils sind sie einfach zu schwer, vor allem die berüchtigten Verschieberätsel die diesmal en masse auftauchen. Und ich verstehe nicht was sie sich bei diesem Minigame gedacht habe, bei dem man 10 Millionen Punkte erreichen muss um es zu beenden, aber pro 5-Minuten-Game nur so um die 10,000 Punkte erreichen kann. Es ist zwar keine Pflicht für die Story, aber erwarten die wirklich dass ich das 100 Stunden lang spiele? Abgesehen davon dass ich das nie beenden werde hatte ich aber durchaus Spaß mit dem Spiel.

Little London

Nur noch ganz kurz: Die US-Version des Moduls enthält noch ein zweites "Mini"game namens "Professor Layton's London Life", einem Pixel-Game im Stile von Animal Crossing. Man ist der neue Bürger in Little London und muss Aufgaben für die Charaktere aus der Layton-Reihe erfüllen, um entweder "Money" oder "Happiness" zu bekommen. Das erlaubt es wiederum sein Haus auszubauen oder Items zu kaufen um neue Quests machen zu können. Die Aufgabe werden mit wenigen Ausnahmen zufällig ausgewählt, sind ausschließlich Fetch-Quests und wiederholen sich zudem schnell. Das Design des Spiels ist aber hübsch und ich hatte auch so durchaus Spaß für einige Stunden damit, aber ich bin nie allzu weit gekommen und nachdem ich mich einmal satt gespielt habe, fühle ich kein Bedürfnis noch einmal zurückzukehren.

8/10

Professor Layton and the Miracle Mask (3DS)

Spoiler:
So wie das letzte Spiel toll war durch die Erfahrung der Entwickler mit dem DS ist dieses hier schlimm durch die Unerfahrenheit mit dem 3DS. Die schönen, gezeichneten Figuren wurden durch plumpe 3D-Modelle ersetzt mit hölzerner Animation und einem extrem niedrigen Polygoncount. Man hat sich eine neue Steuerung überlegt die das wilde herumtappen auf dem Touch-Screen abschaffen soll, aber die Alternative, dass man den Cursor wie eine Maus herumschiebt, ist noch schlimmer. Die Story ist zu meinem Leid auch Murks, die große Wendung sieht man bereits in den ersten 30 Minuten kommen und generell hab ich das Gefühl als wären die Protagonisten eigentlich die Bad Guys. Ich war nämlich permanent auf der Seite des Gegenspielers. Jedenfalls bin ich von Layton deutlich besseres gewohnt und hab mich auch mehr erwartet. Aber die Rätsel sind besser geworden, sie sind fairer, intuitiver, und das Spiel hat auch keine Grind-Komponente. Trotzdem, alles in allem ein schlechter Tausch. Das hier ist leider das schwächste Layton-Spiel auf dem Markt.

4/10

Professor Layton and the Azran Legacy (3DS)

Spoiler:
Und hier kommt gleich die Entschuldigung für den Vorgänger. Fast alles was an Miracle Mask falsch war wurde addressiert. Die Steuerung ist immer noch unter par im Vergleich zu den DS-Spielen, aber längst nicht mehr so träge, der Polycount ist massiv in die Höhe geschossen, der 3D-Effekt ist besser, usw. Die Story ist toll, und sie spielt sogar mit den Erwartungen des Spielers. Auch hier gibt es eine Storywendung die man von Anfang an kommen sieht, aber das Spiel weiß das und präsentiert daher im selben Atemzug fünf weitere, auf die man eben nicht gefasst ist. Außerdem wurde das Weekly Puzzle ersetzt durch ein Daily Puzzle, das heißt man kann sich satte 365 Rätsel herunterladen, zusätzlich zu den bereits vorhandenen ~200 des Hauptspiels. Die Menge und die Qualität des Contents die hier geliefert wird sucht seinesgleichen.

9/10



Und das hier ist das Spiel wegen dem ich den ganzen Rest eigentlich erst gemacht habe. Da beide Protagonisten dafür bekannt sind, (übernatürliche) Mysterien aufzuklären, haben sich Capcom und Level-5 dazu entschlossen die beiden Figuren aufeinander treffen zu lassen. Nachdem ich mich mit beiden Franchises hinreichend vertraut gemacht habe, konnte ich nun auch endlich das Crossover hinter mich bringen, das verspricht das Beste beider Welten zu vereinen.

Professor Layton vs. Phoenix Wright - Ace Attorney (3DS)

Spoiler:
Trotz des Titels fühlt sich "Layton vs. Wright" mehr an wie ein "Layton featuring Wright" als dass die beiden Protagonisten gleichberechtigt wären. Das Gameplay hat den Fokus mehr auf der Layton-Seite, und auch storytechnisch scheint der Professor den Großteil des "Aufklärens" zu übernehmen. Man bewegt sich immer noch durch verschiedene Areale (mit der gewohnt grauenvollen 3DS-Layton-Steuerung) in denen man mit NPCs interagieren und Rätsel lösen muss, was gelegentlich durch Gerichtsverhandlungen unterbrochen wird. Aber viele der Features der Ace Attorney Reihe wurden weggelassen, keine Psyche-Locks, kein 3D-Untersuchen von Beweisen, kein beobachten von Zeugen, etc, obwohl als neues Feature das gleichzeitige Verhören mehrerer Zeugen hinzugefügt wurde. Im Layton-Gameplay wurden hingegen nur die Minigames und die Collectibles entfernt, die eh überflüssig und leicht nervtötend waren. Zudem wundere ich mich warum nie Mayas "besondere Fähigkeiten" eingesetzt werden, wenn man schon endlich den Charakter aus der Versenkung holt. Das hätte zumindest im Kontext der Story Sinn ergeben. Abgesehen davon ist die Handlung aber packend, selbst wenn die Auflösung arg weit hergeholt wirkt. Wer aber mit Layton-Stories vertraut ist erwartet so etwas fast schon. Eines ist das Ende hingegen nicht, und zwar vorhersehbar, womit es deutlich besser ist als manche seiner Vorgänger, z.B. "Miracle Mask". Außerdem, und damit hatte ich gar nicht mehr gerechnet, ist das Spiel tatsächlich ein "versus" der beiden Charaktere, anstatt nur eine Floskel um den Namen markanter zu machen. Das Charakterdesign, die Animationen und das Voice Acting (bis auf Edgeworth, den sie in der 3D-Ära einfach nicht hinkriegen) sind herausragend, und es war ein Vergnügen Musik aus beiden Franchises zu hören (manchmal sogar interpretiert mit den Instrumenten der jeweils anderen Reihe), aber auf der negativen Seite ist der 3D-Effekt Schrott. Oftmals sieht man das Bild doppelt weil der Fokus nicht funktioniert, und selbst in den Cutscenes schweben die Personen oftmals über dem Boden. "Layton vs. Wright" ist auch deutlich kürzer als die Hauptreihen, mit "nur" ~24 Stunden statt den 35+ Stunden für die beide Reihen (inzwischen) bekannt sind. Da sich diese Zeitspanne dann Halb-Halb auf beide Gameplays verteilt, und beide relativ einfach gestrickt sind um Fans der jeweils anderen Reihe nicht zu überfordern, wirkt das Spiel wie ein großer Schnupperkurs (ich weigere mich das Wort "Demo" zu verwenden) für Leute die (k)eines der Franchises kennen und sich mal an das andere (oder beide) herantasten wollen. Unabhängig von aller Kritik die ich genannt habe handelt es sich hierbei aber um ein klasse Spiel mit fesselnder Handlung dass allen unnötigen Ballast beider Reihen über Bord geworfen und das essentielle hervorgehoben hat: Spaß beim Lösen von Rätseln jeder Art.

9/10



TL;DR:

Beides extrem gute Franchises, aber massivst text-/storylastig mit wenig Gameplay und starken Fokus auf Kombinationsgabe und Analytik. Wer mal ausprobieren will soll mit Layton vs Wright anfangen, sich aber darauf gefasst machen dass nicht alle Insider-Jokes erklärt werden. Ansonsten stehen Wertungen für die einzelnen Spiele in den Spoiler-Tags.

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Dying Light

Zumindest was die Hauptstory angeht sowie einen Großteil der Sidequests.

Zur Story und den Charakteren kann man wohl sagen belanglos und klischeehaft, aber da hab ich auch von vorn herein nix außergewöhnliches erwartet. Von daher wurde ich nicht wirklich enttäuscht sondern vielmehr bestätigt. Vor allem das Ende ist imo nicht allzu glücklich gewählt von seiner Herangehensweise.

Aber das Spiel ist trotzdem so fucking awesome. Die Stadt Harran wurde mit viel liebe zum Detail entworfen. Überall gibt es Dinge zu entdecken und zu bestaunen, und auch mit Eastereggs wurde nicht gespart. Der neugierige Abenteurer wird auf jeden Fall mit allerlei lustigen und auch imposanten Anblicken belohnt. Wer mal in der Dämmerung auf der Spitze der Brücke der Schande seinen Blick über die Stadt hat schweifen lassen, weis was ich meine.
Leider wurde dafür bei den Charaktermodellen gespart und die Skins wirken teilweise ziemlich lieblos und blass.

Die Atmosphäre des Spiels gehört definitiv zur gehobeneren Klasse und gerade in dunklen Korridoren, der Kanalisation aber vor allem Nachts lässt einen das Spiel des öfteren mal einen kalten Schauer den Rücken runter laufen. Es ist schon ein mulmiges Gefühl wenn man nachts mit seiner Taschenlampe durch die Gassen Harrans schleicht in der Hoffnung nicht von den extrem aggresiven und starken Monstern entdeckt zu werden. Angsthasen können die Nacht natürlich auch im Savehaus skippen, was wohl vor allem in den ersten Spielstunden mit eher mäßigem Equipment zu empfehlen ist.
Auch akustisch werden die Streifzüge gut untermalt und wenn man in einem alten Gebäude ne Flasche über den Boden klimpern hört gerät man schon mal kurz in Panik und verfällt in einen Schleichmodus. Infizierte hört man manchmal schon in der Ferne schreien was den eigenen Vormarsch zur Obacht zwingt und nachts ist sowieso jedes Geräusch potenziell feindlicher Natur.

Das Gameplay erfüllt seine Aufgaben sehr gut, die Parcourelemente machen Spaß, verlangen aber ein klein bisschen Einarbeitungszeit und könnten auch noch ein wenig Feinschliff vertragen. Leider erwischt man, gerade auf der Flucht wenns drauf ankommt, nicht immer die anvisierte Dachkannte, was schon mal zu ungewollten und frustrierenden Bildschirmtoden führen kann. Nichts desto trotz geht die Steuerung größtenteils aber sauber von der Hand.

Dem Spieler werden allerlei Nahkampfwaffen zur Verfügung gestellt die mit entsprechenden Mods noch einmal modifiziert werden können und so z.B. Feuerschaden erhalten oder generell in ihrer Haltbarkeit erhöht werden. Von billigen Nagelbrettern und Rohren über Katanas bis hin zu schweren Hämmern und Äxten gibts genug um sich der monströsen Horden zu erwehren. Leider ist die Auswahl an Schusswaffen sehr überschaubar. Hier hätten 1-2 zusätzliche Alternativen sicherlich noch gut getan.
Zusätzlich gibt es (natürlich) auch diverse Fähigkeiten zu erlernen die neue Möglichkeiten beim Kampf bieten oder Händlerpreise senken.

Freunde von Koop Gameplay werden auch auf ihre Kosten kommen, denn mit Freunden macht das ganze natürlich gleich nochmal mehr Spaß und nimmt einem auch ein bisschen Schrecken vor der Dunkelheit.

Abgesehen von ein paar Clipping Fehlern konnte ich bisher keine größeren Bugs oder gar Gamebreaker ausmachen.

Alles in allem kann man wohl sagen das mit Dying Light gleich zu Jahresbeginn ein absoluter Bombast Open World Titel abgeliefert wurde dem seine Releaseverschiebung anscheinend sehr gut getan hat. Ich werde auf alle Fälle noch einige Stunden in Harran verbringen um auch den letzten Winkel zu erkunden.

Allen Lootfetischisten die mit Dead Island sowie Zombiespielen generell etwas anfangen können sei dieses Spiel wärmstens empfohlen. Skeptiker und Genrefremdlinge sollten den erstbesten Sale abwarten und dann zuschlagen.

8/10

Call of Duty: Advanced Warfare

Also,...ach lassen wir das. Ich habs umsonst gekriegt, da es für Geld sowieso nie in meiner Konsole gelandet wäre. Ja die Steuerung geht gewohnt gut von der Hand und es gab 2-3 coole Szenen, wobei mir nur die mit der Golden Gate Bridge jetz wirklich in Erinnerung geblieben ist.
Sorry, aber auch Kevin Spacey macht diesen belanglosen Unsinn nicht besser und bei den modernen Shootern bin ich mittlerweile einfach raus.
MP hab ich nicht gespielt.

Facepalm/10
Zocken und zocken lassen
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Habe dieses Wochenende aus einer Laune heraus mal wieder Ghost Trick: Phantom Detective durchgespielt.
Hierbei handelt es sich um einen Übernatürlichen Mystery-Krimi in dem Hauptcharakter Sissel als Geist aufwacht und feststellt dass er ermordet wurde. Im Shock den sein Mord hervorgerufen hat, kann er sich aber nicht mehr daran erinnern wer er vor seinem Tod war, noch wie und warum er umgekommen ist. Als Geist hat er aber nun die Fähigkeiten, bestimmte Dinge zu besessen und zu manipulieren, sowie vier Minuten vor den Tod anderer Leute zurückzureisen, um ihr Ableben zu verhindern. So versucht er die Umstände seines eigenen Mords zu erfahren, indem er den teils mehr, teils weniger suspekten Personen folgt, die am Tatort auftauchen, und stolpert dabei in eine große Verschwörung die zehn Jahre zurückreicht.
Das Spiel ist ein Puzzle-Adventure von den Machern der Ace Attorney Reihe (s.o.). Die meisten Rätsel bauen darauf auf, dass Sissel nur eine kurze Entfernung weit von Objekt zu Objekt springen kann und so gezielt und mit Timing Gegenstände in seiner Umgebung bewegen muss, entweder um eine Kettenreaktion hervorzurufen oder um Charaktere zu bestimmten Handlungen zu animieren. Die Rätsel reichen von lächerlich einfach bis hin zu "Wie bitte? Das war die Lösung?" aber nur sehr selten ist der Ansatz nicht offensichtlich, und noch seltener hat man im Nachhinein das Gefühl dass die Lösung unlogisch war.
Das Spiel hat einen starken Story-Fokus, einem Visual Novel nicht unähnlich. Die Story war beim ersten Mal schon unglaublich spannend und läuft auf eine Wendung hinaus die vielleicht nicht jeden zufrieden stellen wird, aber im Kontext der Welt vollkommen Sinn ergibt. Auch jetzt beim zweiten Mal war ich wieder gefesselt, wobei ich aber bis auf wenige Details auch schon wieder fast alles vergessen hatte. Besonders beeindruckend sind die Animationen, die fast schon rotoskopiert wirken, wie beim ersten Prince of Persia (es aber vermutlich nicht sind). Auch die Musik und Dialoge sind gut, wenn auch letztere etwas "japanisch" sind, wenn ihr versteht was ich meine. Wie schon erwähnt stammt das Spiel von den Ace-Attorney-Machern, aber da die Story viel fokussierter ist und spannender erzählt wird, finde ich dass es seinen großen Bruder weit überflügelt.
Ich selbst habe die Nintendo DS Version gespielt, aber es gibt auch einen Port für iOS geräte auf dem App Store. Die ersten beiden von 18 Kapitel sind anscheinend kostenlos und ich würde jedem mit Zugang zu einem iGerät (oder noch besser einem DS) dazu raten sich das Spiel zumindest mal anzusehen.

8-9/10

https://en.wikipedia.org/wiki/Ghost_Tric..._Detective


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