Hi,
ich hatte mir "
Gears of War" am 17.11 bei Digigames.de bestellt und heute ist es vormittags gekommen.
Nachdem ich es dem Postboten aus der Hand gerissen hatte,nahm ich die 10m lange Treppe vom Flur in meine Etage mit zwei Schritten,überwand die Distanz bis in mein Zimmer mit einem und platzierte die DVD per Hechtsprung und anschließendem Abrollen in meiner Xbox 360.
Dann der erste Schreck: Die Xbox 360 zeigte vor dem Spielstart an,dass sie für dieses Spiel aktualisiert werden solle.
"What the F..k !",dachte ich,da ich momentan kein Live-Abo besitze und schon meine Hoffnung,auf ein großartiges Zockererlebnis an der modernen Technik scheitern sah.
Dank glücklicher Fügung wurde die Aktualisierung dann von der DVD geladen,als ich der Box mein OK für diesen Vorgang gab.
Den Nachmittag habe ich mich dann "
Gears of War" auf dem zweiten Schwierigkeitsgrad gewidmet.
Was soll ich sagen?
Mich hat es nicht beeindruckt,geschweige denn weggeblasen!
Im Grunde genommen handelt es sich bei "
Gears of War" um einen Mix aus "
Brute Force" und "
Killzone" mit ähnlich langweiliger und viel zu kurzer Story,die einem streng linearen Shooter als Basis dient.
Schon zu Beginn - und wenn man es genau nimmt auch während der Spielzeit -bleibt der Titel dem Spieler eine Einführung in die Geschehnisse schuldig.
(hätte ich die Entwicklung von "
Gears of War" nicht im Netz verfolgt,wüßte ich jetzt gar nicht,worum es überhaupt geht)
Versteht mich nicht falsch: Das Spiel macht schon Spass,mehr aber auch nicht.
Deckung suchen,anvisieren und auf die immer gleichen Gegner ballern - das ist das Gamedesign von "
Gears of War".
Leider stehen dabei nur wenige Waffen zur Verfügung und irgendwie hatte ich ständig wegen der Third-Person-Perspektive und der mangelnden Zoomfähigkeit der Ballermänner das Gefühl, nicht nah genug ans Geschehen heranzukommen.
Wer mal versucht hat,bei "
Splinter Cell" (die dortigen Zoomoptionen mal weggedacht) richtig "einen drauf" zu machen,weiß,wovon ich spreche.
Die bezüglich des Jugendschutzes in die Kritik geratenen Trefferzonen sind vernachlässigbar und hätten auch gestrichen werden können.
Präzises Schießen,das im Kampf unter Berücksichtigung eben dieser Trefferzonen einen klaren Vorteil bringen könnte, ist mit der Waffenauswahl gar nicht drin.
Die Gegner sterben meistens in einer streuenden Salve aus einem Automatikgewehr.
So kommen einem die Splattereffekte - ja auch der selten verwendete Kettensägenaufsatz - irgendwie deplaziert und unnötig vor.
Einen guten Eindruck hat die feine Grafik und die Atmosphäre der Schauplätze hinterlassen.
Spielerischen Highlights bestanden bei mir zB. in dem Level,indem man von Lichtquelle zu Lichtquelle in einem Straßenzug wechseln muss,um den dort allgegenwärtigen, fledermausartigen Locust nicht in die Fänge zu geraten.
Auch die spärliche Interaktion mit NPCs,die einem manchmal für kurze Zeit zur Seite stehen, zähle ich dazu.
Es mag an meinem Alter liegen,aber letztendlich ist "
Gears of War" für mich ein ziemlich lahmes Spiel.
Mich hätte eine spannende Story begeistert,gepaart mit einer ordentlichen Portion spielerischer Freiheit in nichtlinearen Leveln.
Ich habe "
Gears of War" noch nicht ganz durch,weil ich nach einiger Zeit die Lust am Zocken verlor und werde es vielleicht erst am Wochenende beenden.
Meine Empfehlung geht dahin,auf Titel wie "
Zelda tTlp" oder "
Mass Effekt" zu warten,in denen die o.g. Punkte umfangreich berücksichtigt werden.
Oder spielt mal wieder "
Halo" !