04.04.2007, 13:16
Hier mal ein etwas "intelligenterer" Bericht zum Film:
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,475494,00.html
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,475494,00.html
Zitat:Fazit:
Dennoch bleibt "300" auch dank einiger spektakulärer Zeitlupensequenzen ein visuelles Erlebnis, das über viele inhaltliche Mängel (und eindimensionale Dialoge) hinwegtröstet. In der Optik liegt wohl auch der Schlüssel zum erstaunlichen Erfolg des Films, der zum einen von einer ausgeklügelten Marketing-Kampagne im Internet begleitet wurde, zum anderen aber auch ein bisher inaktives Blockbuster-Publikum anspricht, das sich weniger für Story und Subtext denn für visuelle Avantgarde interessiert und begeistert.
"Revenge of the Nerds" nannte die US-Zeitschrift "Entertainment Weekly" diesen Effekt und meinte das Heer von Comic-Fans und Computer-Freaks jenseits des Teenager-Alters, die jetzt, da die moderne Filmtechnik die originalgetreue Umsetzung von Grafik-Epen wie "Sin City" und "300" erlaubt, scharenweise in die Kinosäle strömt. Für einen Großteil dieser Klientel dürfte der Kinofilm ohnehin nur ein Teaser-Trailer für das zugehörige Computerspiel sein, in dem man dann selbst mitmachen kann beim politisch herrlich unkorrekten Perser-Metzeln. Bloß nicht zu viel drüber nachdenken.






