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Killerspiele - die ewige Disskussion...!
#1


Es gibt seit kurzem auf Youtube ein Video zu sehen woran deutlich gemacht wird, wie schlecht sich Sender wie ARD, ZDF und WDR für ihre Sendungen, die verzweifelt veruschen unwissende mit falschen Informationen für sich zu gewinnen.

Bildet euch eure Meinung.

Youtube

auch sehr interessant ist die Antwort von Frontal21 und deren Versuch sich zu rechtfertigen

Frontal21
GT: maYbe qp
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#2
Es ist doch im Grunde genommen egal, wie sehr sich angestrengt wird, dieses Frontalzeug zu widerlegen, die versuchen immer sich rauszureden und das dumme Volk, das keine Ahnung von Spielen hat, glaubt denen und ihrer Hetze natürlich eher als einem "Killerspiel-Spieler"...
Traurig, wenn sowas als "Journalismus" durchgeht.
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#3
Sehr guter Clip...

Die Leute von der ARD,ZDF usw. sollten mal einfach ihren Mund halten und das disskutieren über Killerspiele den Leuten überlassen,die davon auch Ahnung haben !
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#4


Den Clip an sich finde ich nichtmal so interessant, viel mehr das Schreiben was der ersteller dieses Clips von Frontal21 erhalten hat, in dem doch sehr schön zu sehen ist wie sie versuchen sich an nicht eingehaltenen Gesetzen festzuklammern.

Auf der Seite http://www.stigma-videospiele.de , welche auch dem ersteller des Clips gehört, könnt ihr euch gut und gerne einmal das Gästebuch sowie das Forum ansehen.

GT: maYbe qp
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#5
Kenne das Video, aber die schriftliche Antwort kannte ich noch nicht.

Macht den eindruck, als versuchen die einfach durch viele Fremdwörter und schön konstruierte Sätze die Antwort glaubwürdig erscheinen zu lassen.

Sie mögen zwar an manchen stellen Recht haben (bsp. Inkonsequenz der USK), aber die können mir nicht erzählen, dass es dasselbe sei im Computerspiel eine Waffe abzufeuern, wie in der Realität.

Vielleicht benutzt die US-Regierung ja sogar Computerspiele bei der Ausbildung, aber wahrscheinlich nur um Rekruten anzuwerben oder vielleicht Kampfsimulationen zu simulieren.

Von den restlichen Sachen habe ich kurz gesagt kaum Ahnung und deshalb verkneife ich mir darüber ein Urteil
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#6
naja, das was die machen ist ja auch nicht illegal, also was will man machen?
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#7
Ich habe gerade einen Artikel über diesen Amok Läufer Tim K. gelesen. Es ist natürlich eine schreckliche Geschichte, die da passiert ist, keine Frage. Nur was muss ich in der Artikelüberschrift wieder lesen? "Amokläufer hatte Killerspiele in seinem Zimmer"

Sowas stört mich wirklich, muss ich sagen. Der Vater des Täters hatte 15 Waffen im Haus, wovon eine die Tatwaffe war, aber nebenbei erwähnen das der Junge auch Killerspiele hat, musste natürlich sein...einfach lächerlich...

Ich habe selber viele brutale Spiele und Filme zuhause, aber wäre natürlich in keinster Weise zu sollchen Taten fähig. Durch diese Geschichte werden doch bestimmt wieder die Regeln verschärft und sowas stört mich einfach.

Das Thema wurde bestimmt schon 1000 Mal durchgekaut, mich interessiert trotzdem wie die anderen Zocker darüber denken?
"Chuck Norris benutzt morgens Elmex und abends Aronal."
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#8
Also ich habe natürlich die Geschichte auch mitverfolgt und auch die verschiednen Artikel der Tagenszeitungen gelesen. Natürlich wurde das Thema Killerspiele sofort wieder neu aufgegriffen und wahrscheinlich wird es jetzt wieder zick Diskussionen darüber geben.

Und wie du schon erwähnt hast Moritz, wurde in den meisten Zeitungen entweder nur nebenbei erwähnt das die Eltern 15 Waffen im Haus gehabt oder gar nicht. Die meiste Aufmerksamkeit galt dem Kampfanzug des Täters. Es gabe viele die schrieben, dass solche Kampfanzüge in Killerspielen üblich sei. Außerdem bereichtete heute schon viele Zeitungen davon, dass der Amokläufer "Counterstrike" gespielt hat und HorrorFilme geschaut hat. ^^

Naja bin mal gespannt ob das Gesetzt nochmals verschärft wird.
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#9
Es ist der Morgen des 11. März 2009. Es sollte die Explosion einer Zeitbombe sein, die überall in unserer Gesellschaft ruht. Der Moment, in dem bei einem jungen Menschen alle Sicherungen durchbrennen und er plötzlich in der Lage ist Dinge zu tun, die niemand für möglich gehalten hat. Bewaffnet mit einer Pistole und einer dreistelligen Anzahl an Patronen, stürmt er seine alte Schule und tötet gezielt Menschen. Als er 10 Personen, 7 Schülern und 3 Lehrern, ihr Leben geraubt habt, verlässt er die Schule, um eine grausame Flucht zu beginnen in deren Verlauf noch insgesamt 5 weiter Menschen ihr Leben lassen müssen. Erst dann gelingt es der Polizei den Amokläufer zu stellen. In dieser ausweglosen Situation erschießt er sich schließlich selbst. Das Ende.

Keine 6h später betreten die ersten Politiker die Bühne. Die Staatsoberhäupter Horst Köhler und Angela Merkel haben da schon lange ihr tiefes Mitgefühl mit den Opfern und ihren Angehörigen bekundet. Aber die Politiker, die jetzt aus ihrem Loch gekrochen kommen, sind nur darauf aus, ganz schnell politisches Kapital aus dieser Tragödie zu schlagen. So könnte man z.B einen führenden Politiker des Freistaates Bayern nennen, welcher immer nach solchen Geschehnissen auftaucht und sich daran profilieren will. Es gibt aber leider auch noch genug andere, die genauso handeln. Bleiben wir aber jetzt mal bei diesem Herrn. Die Untersuchungen im Leben des Amokläufers haben noch nicht richtig begonnen, da nimmt der oben genannte bayrische Volksvertreter wieder das Wort in den Mund, dass ihm in solchen Tagen garantiert Gehör verschaffen wird. Egal ob bei der Hausfrau in der Küche, dem Rentner im Seniorenheim oder dem klassischen BILD-Leser. Die Rede ist natürlich von "Killerspielen". Doch was verbirgt sich hinter diesem Wort. Rational betrachtet, eigentlich nichts. Der Begriff ist so schwammig und ungenau, dass er eigentlich jedes Spiel umfassen könnte, bei dem man "tötet". Politisch betrachtet ist es die Universallösung für jegliche Form solcher Gewaltausbrüche, wie der Amoklauf in Erfurt 02, oder jetzt in Winnenden.

Es ist genau das, was fast alle Politiker falsch machen. Wir nehmen uns einfache, vollkommen unausgegorene Lösungen für hochkomplexe Probleme. Denn wen man ehrlich ist, besitzen höchstens 5% der deutschen Politiker ein Grundwissen über das Medium Videospiele. Somit haben 95% keine Ahnung. Und wenn von diesen 95% nur 10% sich an der "Killerspieldebatte" beteiligen, ist das eine riesige Menge an Menschen, die über etwas diskutieren, dass sie nicht kennen. Das Ergebnis dieser Unwissenheit sind die abstrusen Vorstellungen einiger Politiker. Mir wäre es neu, dass man bei Counterstrike, Schulmädchen tötet. Genauso ist es mir neu, dass man bei Grand Theft Auto, Rentner überfährt und dann mit der Kettensäge zerteilt. Und diese zwei Beispiele sind ja schon regelrechte Oldies. Mal sehen, was man sich nach dem Massaker von Winnenden einfallen lässt. Aber warum macht es sich die Politik so einfach? Und warum glauben es ihnen so viele Menschen in unserem Land?

Das hat viele Gründe. An dieser Stelle muss man nämlich auch die vierte Gewalt im Stadt angreifen. Ein Politiker allein, "macht" noch keine Meinung. Wenn aber ein Fernsehsender oder eine Zeitung das Ganze verbreitet, dann sickern die Aussagen der Politik, in die eigenen Meinung vieler Menschen ein. Würden die Medien überprüfen, was sie abdrucken, wäre diese Debatte schon vor langer Zeit im Keim erstickt. Angesehene Blätter wie die Süddeutsche Zeitung oder die Frankfurter Allgemeine Zeitung haben nach dem Amoklauf von Erfurt einen Mist abgedruckt, der jeglicher Grundlage entbehrte. Ob sie aus diesen Fehlern gelernt haben, muss leider bezweifelt werden. Denn schon jetzt kann man an einigen Stellen lesen, dass "Counterstrike" ein Teil des Tatmotivs von Tim K. gewesen sein soll, während seine Vorliebe für Schusswaffen bisher außen vor bleibt.

Warum? Warum immer auf die Computer-Spiele bzw -Spieler. Wie oben schon erwähnt. Man nimmt sich eine einfache Lösung auf ein schwieriges Problem. In Wirklichkeit wird so aber versucht, dass Versagen der Gesellschaft zu verschleiern. Es ist einfacher ein greifbares Objekt schlecht zu machen, als sich einzugestehen, dass wir einen jungen Menschen in die Verzweiflung getrieben haben. Das wir möglicherweise sein Flehen um Hilfe ignoriert haben. Das seine Mitschüler ihn gemobbt und gehänselt haben. Das es niemand aufgefallen ist, dass Tim K. immer ruhiger wurde, während seine Freude ein Schusswaffen immer Größer wurde. Wenn wir uns dieses gesellschaftliche und auch persönliche Versagen eingestehen könnten, wäre diese Killerspieledebatte niemals aufgekommen. Aber so ist der Mensch nicht.

Ich möchte hier auf niemanden mit dem Finger zeigen. Auch nicht auf die unzähligen Personen da draußen, die Waffen besitzen. Unser Waffengesetz ist eines der Strengsten. Das Problem ist nur, dass ein Gesetz so streng sein kann wie es will. Die Einhaltung muss auch kontrolliert werden. Dann wäre jemandem aufgefallen, wo sich die fehlende Waffe des Vaters von Tim K. befunden hat. Nämlich nicht im Waffenschrank, sondern im Schlafzimmer. Und da darf sie halt nicht sein! Ein Computerspiel tötet niemanden. Es ist die Schusswaffe, die für Amokläufer zu leicht zu beschaffen ist.

Jetzt lese ich gerade vom nächsten politischen Husarenritt. Metaldetektoren an Schulen. Solch ein Vorschlag gehört zur zweiten Kategorie, wie man solche Probleme nicht löst. Die erste Kategorie ist. Wir suchen uns einen Sündenbock. Computerspiele. Wir kümmern uns nicht um das Problem. Wir machen einfach irgendwas. Die zweite Kategorie ist. Wir beheben nicht die Ursache eines solchen Dramas. Wir versuchen verzweifelt das Ergebnis zu verhindern. Wen der Amokläufer nicht mit einer Waffe in die Schule kann, läuft er nicht Amok. Das der Mensch dann immernoch in einer dauerhaften psychischen Ausnahmesituation ist, interessiert scheinbar niemanden. Wenn er dann in einem Bahnhof Amok läuft, stellen wir dort auch noch Detektoren auf. Und so weiter...

Die wahre Lösung ist so einfach wie komplex. Wir müssen es endlich schaffen, gesellschaftlich zu reifen. Ein jeder von uns kann eine solche Tat verhindern. Behandelt Menschen nicht wie Luft, auch wenn es eigenartige, komische Personen sind. Gebt ihnen das Gefühl, dass ihr sie wahrnehmt. Interessiert euch für die Probleme Anderer. Redet mit Vertrauenspersonen, wenn auch auffällt, dass ein Mitschüler, -mensch sich plötzlich eigenartig benimmt. Auch der Trottel von nebenan kann ein netter Kerl sein, wenn man ihn erst mal kennengelernt hat.
Tim K. wurde nicht als Amokläufer geboren. Er wurde dazu gemacht. Und zwar von uns, der Gesellschaft. Und während ich das hier schreibe, reift irgendwo schon der Nächste heran.

Aber keine Panik. Wenn es soweit ist, kann man es sich ja ganz einfach machen.

Jens Kopper


P.S Dieser Text ist zu 100% subjektiv!
one of these mornings, it won't be very long, they will look for me, and I'll be gone...
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#10
Hi Leutz,

ich hab durch die ganze Pressearbeit von gestern und heute schon wieder so schlechte Laune, das ich jetzt einfach mal meine Meinung zu dem ganzen Käse schreiben möchte:

Jedesmal wird es genau falsch herum dargestellt. Richtig wäre nämlich eigentlich: Millionen normale Menschen (mit normaler Realitätswahrnemung) spielen Taktik Shooter. Da diese Spiele sogut wie jeder kaufen kann, ist es natürlich klar das, wenn selbst wir (normalen Leute) diese Spiele schon geil finden (was sie ja auch sind) wirst du sie natürlich bei jedem finden, der ein krankes Gewaltpotential hat, denn der kann damit ja noch mehr anfangen als wir. Aber 1. ist er vorher schon krank und 2. sagt ihm das Game ja nicht er soll jetzt rausgehn und schlachten...

Es ist so kommerziell angehaucht diese Ganze Debatte, das es niemanden jukt, das man im Internet ohne IRGENDWAS als 5 jähriger Youporn anschauen kann und Anleitungen zum Bombenbasteln plus diese ganzen Selbstmörderforen. Das ist wirklich krank!

Meiner Meinung nach liegt das an unserer komplizierten Welt und der absoluten Unfähigkeit der Eltern. Bei diesem jetzt wars auch wieder so. Alle Klassenkameraden haben gesagt der war immer verschlossen hat nie geredet, die Eltern sagen, sie hätten nie Anzeichen gesehn.. Klar oder? Der Junge hat den ganzen Tag in der Schule seine Depriphase gehabt und daheim war er dann das blühende Leben oder was? So ein Quatsch! Das sagen die doch jetzt nur damit sie nicht noch mieser dastehen und für ihr Gewissen.
Ich sag nicht, das sie es hätten ahnen können, aber ich hätte eher sowas erwartet wie " naja ein ruhiger war er schon immer" oder
so.

Ich bin nun schon älter und hab die ganze Videospielgeschichte selber miterlebt von klein auf. Mario der Klempner hats uns einfach beigebracht wie man Bösewichte aus dem Weg räumt. Mittlerweile bin auch ich blutgeil und die Chainsaw ist schon irgendwie sehr nice und es kann auch noch viel mehr sein was spritzt. Aber um Himmels Willen, um soetwas in Gang zu setzen wie es da gestern passiert ist, da gehört sooo eine riesiger Hass und eine Gleichgültigkeit seinem Leben und dem der anderen gegenüber, wie soll soetwas von einem Spiel ausgelöst werden. Da muss ich ja nich mal Psychiologe für sein. Das einzige was es fördert ist einem eh schon kranken Menschen (bei dem die Idee längst feststeht) ein paar mehr Möglichkeiten aufweist, wie er es anstellen kann. Kranke gabs doch schon immer, heute ist es halt so, das
diese Typen mitgekriegt haben das sie wenigstens einmal in ihrem Leben was darstellen können, früher haben sie sich einfach alleine im Wald erschossen.

...und alles hat mit dem Buch "Amok" von Stephen King angefangen aber darüber spricht heute keiner mehr.
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